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Deutschland Wirtschaft Bericht
Im neuen Heizkraftwerk läuft der Probebetrieb
50,5 Millionen für eigene Energie-Erzeugung investiert
Mecklenburger produzieren 38 000 Tonnen Fertigprodukte im Jahr
Redaktion: Andreas Köckert
Eingestellt am  18.01.2009 Aktualitätsende 27.01.2009
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Hagenow/gc. Das neue Heizkraftwerk (HKW) der „Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH“ (MKV) in Hagenow, Landkreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern), ist fertig. „Seit November läuft die kalte Inbetriebnahme. Die Sicherheitseinrichtungen und Steueranlagen werden gescheckt und eingestellt sowie alle Anlagen und Antriebe auf Funktionstüchtigkeit überprüft. Im Januar soll das Trockenheizen mit einer externen Anlage beginnen und ab 3. März der Probebetrieb mit Ersatzbrennstoffen anlaufen“, erläutert Geschäftführer Reinhard Lemke.

Im Oktober 2007 mit dem Bau begonnen habe das Unternehmen rund 50,5 Millionen Euro in das HKW, dessen Herzstück eine Energieerzeugungsanlage für Dampf und Strom ist, investiert. Damit werden künftig der komplette Energiebedarf des Kartoffelwerkes abgedeckt und 18 neue Arbeitsplätze geschaffen. Hintergrund der Investition sind die stark ansteigenden Energiekosten in den vergangenen Jahren. „Mit der eigenen Energieversorgung sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit auf dem deutschen Markt und dem Weltmarkt ab“, betont Lemke.

In der Hagenower Betriebsstätte werden jährlich rund 140 000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet. 50 Prozent davon liefern Landwirte aus M-V, 50 Prozent kommen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Nach wie vor setzt das Unternehmen auf langfristige Lieferverträge, die nach Angaben des Geschäftführers zu Gunsten der Landwirte überarbeitet wurden.

„Über Preiserhöhungen in den vergangenen drei Jahren  passten wir uns an die Marktlage an und sichern damit die Rohstoffbasis für unser Werk. Außerdem investierten wir im Jahr 2008 eine weitere Million Euro in neue Annahmetechnik, mit der wir die Wartezeiten der Landwirte bei der Kartoffelanlieferung deutlich verkürzten. Gegenwärtig arbeiten unsere Entwickler an neuen Produkten, die wir jetzt zur ‘Grünen Woche’ 2009 erstmals vorstellten“, sagt der Geschäftsführer. 

Darüber hinaus beliefert das Kartoffelwerk den Hotel- und Gaststättenbereich und die weiterverarbeitende Industrie mit Halbfabrikaten, Produktmischungen, Snacks und Fertigprodukten. Rund 38 000 Tonnen Fertigprodukte verlassen jährlich das Kartoffelwerk in Hagenow. Täglich treten etwa 50 LKWs, in der Erntephase sogar bis zu 80,  ihre Reise zu den Kunden an.

Die begehrten Knollen-Erzeugnisse werdene in die EU-Staaten, nach Skandinavien, Russland, Australien, Asien sowie Nord- und Südamerika exportiert. Dabei wird der Lebensmitteleinzelhandel mit der Premium-Marke „Mecklenburger Küche“ und der Discounterbereich mit der Marke „Kartoffelland“ beliefert. Zahlreiche weitere Handelseigenmarken werden national für den Deutschen Markt, aber auch für den Export produziert.

Der erzielte Umsatz von 48 Millionen Euro soll nach Angaben des Geschäftsführers in diesem Jahr auf mehr als 52 Millionen Euro anwachsen. In der „Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH“ arbeiten  240 Mitarbeiter (inkl. 18 Auszubildende). Sie möchten weitere Informationen über das Unternehmen? Im Internet unter www.diemecklenburger.de werden Sie fündig.

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